Vertical Retrace
Der Vertical Retrace ist die sogenannte vertikale Austastlücke. Der Begriff stammt aus der Zeit der Röhrenmonitore und bezeichnet das zurückfahren des Elektronenstrahls von der rechten unteren Ecke zur linken oberen Ecke.
Um dies zu verstehen, muss man wissen, wie ein Röhrenmonitor funktioniert. Eine Elektronenkanone schiesst von hinten Elektronen auf eine Phosphorschicht, die so zum leuchten angeregt wird. Dabei wandert die Elektronenkanone von links nach rechts und zeilenweise von oben nach unten. So entsteht das sichtbare Bild Punkt für Punkt. Am Ende jeder Zeile muss die Kanone auf den Anfang der nächsten Zeile ausgerichtet werden. Dies nennt man Horizontal Retrace. Am Ende des Bildes springt der Strahl zum Anfang zurück, um mit dem nächsten Bild beginnen zu können. Dies nennt man Vertical Retrace.
Diese Ereignisse sind gut dazu geeignet Änderungen an der Bildausgabe vorzunehmen. Während der Austastlücken (die Lücke bedeutet, weil eine kurze Pause entsteht) können Parameter zur Grafikausgabe unsichtbar durchgeführt werden und es kann kein Tearing entstehen.
Bei TFT und LCD Displays ist dieser Vorgang technisch nicht mehr notwendig, wird aber trotzdem beibehalten, da auch hier Tearing auftreten kann.